Presseberichte


Der Macho mit Gespür für kleine Patienten

Foto: Artnlight Photography
Foto: Artnlight Photography

Der Blick in seine Augen hatte schnell gezeigt: Dieser selbstbewusste Kerl, der Quarter Horse Hengst Gwhiz im Smart, weiß, was er will – oder eben nicht. Anders als andere war er von Beginn an. Das hat ihn für Ines Werner auf der Suche nach einem Pferd von Beginn unglaublich interessant gemacht. Während die Stallnachbarn freudig die Reiter, Besitzer und Gäste begrüßten, ließ sich der Schönling gerne zweimal bitten, um ein sympathisches Gesicht aufzusetzen. Ein Macho eben, der mit etwas über 1,50 m Stockmaß nicht zu den Riesen unter dem Sattel des Vorzeige-Westernreiters Grischa Ludwig gehört. So richtig einlassen möchte sich der kompakte Fuchs nicht auf Jedermann. Auch Ludwig, der erfahrene Ausbilder und Hausherr des Schwantelhofs in Bitz, hatte gut ein dreiviertel Jahr gebraucht, um eine vertraute Verbindung zum Eigenbrötler aufzubauen. Eine vertraute, besondere Ansprache braucht „Spook“, wie sein Reiter berichtet. Der gerne mal hengstige, aber durchaus sensible Frauenschwarm machte besonders zu Beginn seiner Ausbildung öfters seinem Spitznamen alle Ehre: „Er erwartet hinter jedem Gebüsch gerne mal ein kleines oder auch riesiges Gespenst" lässt Ines Werner in die Seele von Gwhiz im Smart blicken. Als sich Spooks Vorbesitzerin aufmacht, um in Westfalen ihr Leben fortzuführen, ergreift die Reittherapeutin ihre Chance. Gemeinsam mit Grischa Ludwig entsteht die Idee, das Projekt „Momo & Amy“ ins Leben zu rufen.

 

Spins und Stops im Auftrag der Kids

Das Ziel ist es dabei, einer Vielzahl von kranken, nicht privilegierten Kindern und Jugendlichen eine Reittherapie zu ermöglichen. Und Spook hat im Auftrag der kranken Kids, bei denen oftmals die Lebensuhr tragischer begonnen hat zu ticken, eine besondere Rolle eingenommen: Seine gesamte Gewinnsumme an Turnieren geht in die Förderung von „Momo & Amy“. Auch für den Reiter eine Herzensangelegenheit: „Nachdem Unterstützer des Projekts den Hengst erwarben, habe ich entschlossen, auf mein Gewinngeld zu verzichten. Das ist Ehrensache!“ Mit jedem Erfolg hilft Gwhiz im Smart also – nicht nur seinem Reiter. Und davon hagelte es schon so einige. Nach dem Sieg im Derby 2014 konzentrierten sich Ludwig und sein Reining-Spezialist auf die bevorstehenden Weltmeisterschaften in diesem Sommer. Und der Hengst zeigte seinen Kampfgeist: „Sobald du ihn auf deiner Seite hast, gibt er im Wettkampf sein letztes Hemd für dich. Da macht er auch kleine Wunder wahr“, strahlte Ludwig im Anschluss an den Vizeweltmeister-Titel in der Einzel- und Mannschaftswertung – das waren die ersten Medaillen überhaupt bei einer Reining-WM für Deutschland. Besonders in den Spins und Stops, die zu den ersten Manövern im Reining zählen, weiß Gwhiz im Smart zu beeindrucken. Da ist auch der Richter im hintersten Häuschen gleich mal hellwach. Der gleichzeitig im Deckeinsatz stehende Athlet benötigt Fingerspitzengefühl. Ihm seine Allüren zuzugestehen, ist einer der Schlüssel zum Erfolg. Und auch die Vielfalt im Training macht’s. Besonders intensiv muss die Arbeit nicht sein. Ihm abwechslungsreich und mit kleineren Herausforderungen entgegenzutreten, das sorgt für ein wohlgesonnenes Gemüt – besonders beim vierbeinigen Reining-Star selbst. Im Moment genießt der wendige Vize-Weltmeister seine freie Zeit in der Heimat in Karlsruhe bei Ines Werner. Auch hier übernimmt Spook Verantwortung. In der Hippotherapie kommt er zum Einsatz und hilft so in der Entwicklung verzögerten, krebskranken und autistischen Kindern – das kann ihren Weg unterstützen und ein paar schöne Stunden, Tage und Wochen mit sich bringen. „Unter den Kindern wird der Hengst richtig zerbrechlich. Spook hat ein besonderes Empfinden für die jungen Patienten“, erzählt die gelernte Sport- und Gymnastiklehrerin. Die Anerkennung ist den Kleinen im Anschluss auf den Ritt auf Gwhiz im Smart jedenfalls sicher – denn wer kann schon behaupten, einmal einen Vize-Weltmeister durch den Sand getrieben zu haben?

Text: Florian Adam

 

Artikel aus der Reiterjournal ISSN 0173-2404

(http://www.reiterjournal.de)


Momo & Amy: professioneller Reitplatz eingeweiht

(Ramona Billing) Der gemeinnützige Verein Momo&Amy steht für die aktive Förderung und Integration von bedürftigen Kindern und Jugendlichen über die Ermöglichung der Teilnahme an einer Reittherapie.  Ende Oktober wurde nun ein weiterer Meilenstein zur Optimierung der Bedingungen für die Reittherapie bei Momo&Amy im schönen Pfinztal nahe Karlsruhe gesetzt. Mit dem Bau des professionell angelegten Reitplatzes ging für die 1. Vorsitzende Ines Werner ein Traum in Erfüllung, den sie im Sinne des Vereins und ihrer Reitschüler schon lange gehegt hatte. In der 40 x 20 Meter großen Reitbahn kann künftig fast wetterunabhängig sowohl die Reittherapie wie auch das Training und die kontinuierliche Weiterbildung der Therapiepferde stattfinden.

Freunde und Förderer des Vereins folgten dann auch gerne der Einladung zur gemeinsamen Platzeinweihung. Vor herbstbunter Kulisse testeten Zwei- und Vierbeiner ausgiebig unter der Anleitung von Ines Werner über ein komplettes Wochenende hinweg die neue Trainingsumgebung und waren gleichermaßen begeistert.

Momo&Amy freut sich auch weiterhin über jede ihrer Spenden! Sie tragen aktiv dazu bei, jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen über die Reittherapie zu einer umfassenden Begegnung mit dem wundervollen Lebewesen Pferd, zu Gleichgesinnten und nicht zuletzt mit sich selbst zu verhelfen.

Ein Porträt wurde bereits im QHJ veröffentlicht:

 

“Seit vier Jahren kümmert sich die Sportlehrerin und Reittherapeutin Ines Werner auf ihrem Hof in Karlsruhe um behinderte Kinder. Genau vor einem Jahr gründete sie den gemeinnützigen Verein für therapeutisches Reiten ‚Momo & Amy‘. Namensgeber waren die Australian Shepherd Hündin Momo und die Welsh Cob Stute Amy, die zu den zahlreichen Vierbeinern und Hühnern gehören, die den Hof bevölkern und buchstäblich Balsam für die Seele jedes kleinen (und großen) Patienten sind. Unterstützt wird Ines Werner von Grischa Ludwig Mit dem Verein soll möglichst vielen bedürftigen Kindern und Jugendlichen Zugang zur Reittherapie ermöglicht werden. Langfristig ist zudem die Ausweitung auf Erwachsene geplant.

Der Umgang mit den Pferden und die Reittherapie unterstützen den Heilungsprozess und vermitteln den Kindern Selbstvertrauen“, so Ines Werner. „Zwischen Pferd und Patient entwickelt sich ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis, und für so manchen kleinen Patienten sind es hier ein paar Stunden Urlaub von seiner / ihrer Krankheit. Wenn man dann das Strahlen sieht, das ein Pferd in das Gesicht eines Kindes zaubert, treibt es einem die Tränen in die Augen. Das ist zum Beispiel dieser kleine Autist – austherapiert sollte der sein. Dann ist er bei uns und kommt lachend auf mich zugerannt, um mich zu umarmen. Das belohnt dann für all die Mühe und Arbeit.“

 

Derzeit stehen acht Therapiepferde zur Verfügung – fast alle kommen von Ludwig Quarter Horses oder von Sandra Linnig-Föhl. Damit diese gute Arbeit leisten können, setzt Ines Werner auf möglichst artgerechte Haltung. Die Pferde dürfen täglich auf die Weide und werden sehr wohldosiert eingesetzt. „Es ist erstaunlich, wie behutsam unsere Pferde mit den jungen Patienten umgehen“, schwärmt Ines Werner. „Roxxter zum Beispiel – der Hengst hat sich durch seinen Erfolg beim CRI in Kreuth bereits für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Er ist ein erfolgreiches Turnierpferd auf Top Niveau und in vollem Einsatz. Und dann sieht man, wie er mitmacht, sobald ein Kind auf ihm sitzt. Da wird er richtig zum Kinderpony.“

 

Momentan werden bei Momo & Amy zwölf bis 16 Kinder pro Woche betreut – 45 stehen auf der Warteliste. Sie haben ganz unterschiedliche Probleme oder Krankheiten, manche leiden an Krebs, andere sind verhaltensauffällig, sind Spastiker oder Autisten. Die Kinder bleiben im Durchschnitt ein Jahr in der Therapie und kommen  einmal die Woche. „Die Behandlung dauert so lange wie sie dauert“, so Ines Werner. „Die Seele wird dabei nicht vergessen. Das kostet halt Zeit und Geld, und ohne Ehrenamt ginge es nicht. Aber durch die Arbeit habe ich viele ganz tolle Menschen getroffen, die uns unterstützen. Einer davon ist Grischa Ludwig.“

 

Wer den Verein unterstützen möchte, kann eine Patenschaft für ein Pferd übernehmen oder aber einfach eine Zehnerkarte kaufen: ines@momo-amy.com und Handy: 0152 54 23 47 06 . Weitere Infos: http://www.momo-amy.com


FEI World-Reining-Championships und European-Reining-Championships

05.08.2016 09:34

 

Grischa Ludwig mit Gwhiz im Smart,

Foto: Christoph Holbein/lqh

(hpv). Bevor vom 11. bis 13. August die FEI-World-Reining-Championships für

die Senioren sowie die FEI-European-Reining-Championships für Junioren und  Junge Reiter auf der Reitanlage von Corinna Schumacher im schweizerischen  Givrins ausgetragen werden, steht zunächst vom 4. bis 6. des Monats die  NRHA-CS-Maturity (Wettbewerb für ältere Pferde) auf dem Terminkalender  der  CS-Ranch.

Für die FEI-Championate wurden bei den Senioren vom Reining-Ausschuss folgende Teilnehmer genannt: Grischa Ludwig (Bitz) mit „Gwhiz im Smart“, Elias Ernst (Windeck) mit „USS Dun it“, Alexander Ripper (Heppenheim) mit „Hollys Electricspark“, Dominik Reminder (Inverigo, ITA, geb. in Karlsruhe) mit „GR Hug A Jewel“. Außerdem werden Verena und ihr Bruder Daniel Klein (Bünde/Selm) mit „Olena Joe Cody“ bzw. „Dun it with a Splash“ dabei sein.  

Bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz setzt Grischa Ludwig auf „Gwhiz in Smart“. „Der Hengst hat bei den Trainingseinheiten konstant gute bis sehr gute Leistungen gezeigt. Und was sonst noch in ihm steckt ist auch hinreichend bekannt. Das Pferd kann an guten Tagen einen sehr hohen Score (Punktzahl) erreichen“, blickt der 42-jährige Schwabe recht zuversichtlich dem Championat entgegen.

Vor gut einem Jahr haben Ludwig und die Reittherapeutin Ines Werner ein caritatives Projekt gestartet: Sie wollen kranken Kindern, die in Hospiz-Kinderheimen wohnen und an Krebs erkrankt sind, eine Reittherapie ermöglichen. Aus diesem Grund wird das komplette Preisgeld, das der American Quarter Horse-Hengst „Gwhiz Im Smart" (genannt "Roxter") auf Turnieren gewinnt, dem guten Zweck zur Verfügung gestellt. Der WM-Vierte von 2014 hofft deshalb auf einen erfolgreichen Start und somit auch auf eine ansprechende Einnahme. „Wir haben deshalb auch ein sehr gut dotiertes Turnier ausgesucht", sagte er und ergänzt: „Nach der WM wird ‚Roxter‘ weitere Turniere bestreiten, und auch seine Deckeinnahmen fließen in das Benefiz-Projekt. Also bitte Daumendrücken.“

Für die FEI-Europameisterschaften im Nachwuchsbereich wurden von der Reiterzentrale in Warendorf bei den Jungen Reitern Jakob Behringer (Kirchardt) mit „Rascal Sensation“, Vanessa Engel (Hauenstein) mit „Big Time Business“, Franziska Eufinger (Reichweiler) mit „Smoking in Starlight“, Katharina Ramm (Hamburg) mit „Scarlet Sugar Jac“, Gina Maria Schumacher (Givrins/SUI) mit „RS Fondadores Olena“ und Anna Voß (Uetze) mit „Mandys Little Magnum“ genannt. Bei den Junioren werden Franziska Engel (Hauenstein) mit „KD Whizoffthefuture“, Johannes Heil (Lindenfels) mit „FR Gunner B Sisi“, Lena-Marie Maas (St. Ingbert) mit „Pop Gun Cash BB“, Franziska Wallner (Bad Abbach) mit „Prosecco Enterprise“ die deutschen Farben vertreten.

 

(http://www.dqha.de/dqha/aktuelles/detailansicht/article/fei-world-reining-championships-und-european-reining-championships/)


Artikel aus der Western Horse (www.westernhorse.com) April 2016:

Reittherapie mit Turnierpferden?

Ein Projekt für behinderte Kinder und Erwachsene

Ein Reining-Hengst, der auf der Welt Rangliste ganz vorne mitreitet und gleichzeitig in der Behinderten-Therapie eingesetzt wird- wie geht denn das zusammen?

 

EIN PROJEKT FÜR BEHINDERTE KINDER UND ERWACHSENE ZWISCHEN TURNIER- UND THERAPIE-WELT

Ghwiz im Smart alias Roxxter, von Insidern auch „Spook“ genannt, erblickte am 11. März 2009 als Quarter Horse Hengst das Licht der Welt. Er steht gerade am Anfang seiner Karriere und hat unter dem mehrfachen Europameister Grischa Ludwig bereits etliche beeindruckende Erfolge erzielt, u. a.: Americana Open Futurity Co Champion (2013), NRHA Germany Breeders Derby Open Champion (2014), CS Classic Bronze Trophy Open Champion (2014), CS Classic NRHA Team Challenge (2 er) (2015). Für die in diesem Jahr stattfindende Weltmeisterschaft ist er Anwärter für die Begleitung von Grischa Ludwig von LQH.

Aber „Spook“ führt ein „Doppelleben“: Während seiner Urlaubsphasen steht er als Therapiepferd auf dem Hof von Ines Werner und wird zur therapeutischen Arbeit mit sehr kranken Kindern eingesetzt. Die Kinder leiden unter Krebserkrankungen oder ADHS, haben körperliche Defizite oder sind Autisten, wohnen häufig in Hospiz-Kinderheimen und können sich eine solche Therapie gar nicht leisten.

„Spook“ ist dort einer von mehreren Therapeuten. Die anderen sind Momo & Amy, die Namensgeber des gemeinnützigen Vereins für Therapeutisches Reiten e. V., ihrer Art nach eine Australien Sheperd Hündin und ein Pony. Dann gibt es noch weitere Reitpferde (Quarter Horses) und andere Tiere, deren therapeutische Arbeit nicht geringer geschätzt werden soll – ein tolles Team. Wer neugierig ist, findet sie im Internet auf der Homepage www.momo-amy.com.

 

WIE KAM ES ZU DER VEREINSIDEE?

Was so einfach und unbeschwert aussieht, setzt viel Wissen, Arbeit und Organisation voraus – und gut ausgebildete sowie gut gelaunte Quarter Horses! Dafür verantwortlich ist die langjährige Reittherapeutin Ines Werner, die auch Vorstand des gemeinnützigen Vereins ist. Sie ist überzeugt: „Die therapeutischen Erfolge sind ebenso wichtig wie eine möglichst artgerechte Haltung der Pferde im Offenstall.“ Die Pferde dürfen jeden Tag auf die Koppel, werden nur wohldosiert eingesetzt und sollen idealerweise selbst Spaß an ihrem Job haben. In Grischa Ludwig, dessen Vater bereits in der Reittherapie engagiert war, fand sie schnell einen begeisterten Partner für ihre Ideen.

 

SCHAUEN WIR EINMAL BEI EINER THERAPIESTUNDE ZU.

Martin (der Name ist zu seinem Schutz geändert) ist 10 Jahre alt. Er ist Autist und lebt in einem Kinderheim. Er ist kaum in der Lage, seine Gefühle zu äußern oder auszudrücken. Körperkontakt lehnen autistische Kinder sehr häufig komplett ab, so auch Martin – bis er auf „Dexter“ traf, eines der Therapiepferde. Dexter kam vor einem dreiviertel Jahr aus dem Stall von Grischa Ludwig/LQH auf den Hof. Schon bei einem der ersten Besuche wollte Martin unbedingt auf Dexter sitzen. Bei seinem zweiten Besuch passierte es dann: Bei der Verabschiedung hat Martin Dexter ein wenig zu sich hergezogen und mit ihm gekuschelt. Der Betreuer der Kinder ist mehr als gerührt. So hat er Martin noch nie erlebt, eine kleine Sensation, die ihm Tränen in die Augen treibt. „Das sind die Momente, die für alle Anstrengungen und Widrigkeiten entschädigen“, schwärmt Ines Werner.

Was können die Pferde, was Menschen nicht – oder nicht so gut – können? Generell besitzen Pferde – und Quarter Horses ganz besonders – eine feine Witterung für Gefühlslagen. Wenn ein gestresster oder unausgelasteter Mensch neben sie tritt, geht das soft auf sie über und sie „richten sich ein“. Als Fluchttiere sind sie darauf angewiesen, Gefahr frühzeitig zu erkennen. Hochleistungs-Sportpferde sind besonders sensibel und extrem auf Teamarbeit eingestellt, sie wollen mitarbeiten. Den Kindern begegnen sie ohne Vorurteile, nehmen Behinderungen etwa nicht abschätzig wahr, sondern bleiben partnerschaftlich eingestellt. Solche Pferde können in der therapeutischen Arbeit viel weitergeben: ein vertrauensvolles Miteinander und Wachsen aneinander!

Denn auch von den Kindern geht etwas Großartiges auf die Pferde über. Diese Kinder haben keine Machtansprüche gegen die Pferde. Sie begeben sich sofort in eine harmonische Arbeitsatmosphäre des vertrauensvollen Gebens und Nehmens. Dafür sind Pferde sehr dankbar, sind sie doch oft genug großen Härten ausgesetzt, die aus dem Wettkampfsport erwachsen.

 

BINDUNGSTHERAPIE – DER THERAPEUTISCHE ANSATZ

Wenn sich beide Seiten – Patient und Pferd – auf solch natürliche Weise zustreben, muss der Mensch kaum noch etwas hinzugeben. Pferde sind harmoniebedürftig, brauchen ein Zuhause-Gefühl, wollen wissen wohin sie hingehören. So erschließt sich, dass Geist und Körper eine Einheit sind und gleichermaßen gefördert werden müssen. Auch dies gilt für Pferd und Mensch, der Austausch ist ein körperlich-geistiger Vertrauensprozess. Im therapeutischen Dreieck wird der Reittherapeut eigentlich zur Nebensache und hat mehr Dolmetscher Funktion. Er sorgt für die sicheren Rahmenbedingungen der Beziehungsarbeit.

 

WIE LANGE DAUERT SOLCH EINE THERAPIE?

Ines Werner geht im Allgemeinen von ein bis zwei Jahren aus. Wöchentlich wird eine Stunde angesetzt. In Einzelfällen können es auch schon mal bis zu vier Jahre werden. Im Idealfall geht die Therapie dann irgendwann in „das schönste Hobby auf der Welt“ über. Oft bleiben die Kinder auch außerhalb der Therapiestunde auf dem Hof, helfen etwa bei der Stallarbeit oder begleiten das immer bunte Leben hier, machen so „Urlaub von ihrer Krankheit“. Das ganze kostet viel Geld. Der Verein stellt seine Infrastruktur zur Verfügung stellt, den Hof, die Ausstattung und all das. Und als Besitzer trägt er sämtliche Fixkosten (Versicherungen, eventuelle Operationen usw.).

 

WIE FINANZIERT DER VEREIN SEINE ARBEIT?

Im Wesentlichen durch:

  1. Preisgelder: Der Verein erhält sämtliche Preisgelder, die „Spook“ gewinnt, zu 100 Prozent, Grischa Ludwig verzichtet auf den ihm zustehenden Anteil.
  2. Sonderkonditionen beim Training durch GL
  3. Monatsbeiträge der Vereinsmitglieder
  4. Sponsoren (insbesondere Unternehmen)
  5.  Patenschaften
  6. Spenden

Die breite Finanzierungsbasis ist wichtig, denn sie muss auch tragfähig sein, wenn man die eine oder andere „Säule“ wegbricht oder schwächelt. Die guten Erfahrungen ermutigen die Initiatoren, die Arbeit fortzusetzen und in die Breite zu tragen, denn die Kapazitäten auf dem Reiterhof sind begrenzt und bieten Betroffenen auch nur regional eine Lösung. So kam die Vision einer Stiftung auf, die das Konzept anderen vermitteln und beim Aufbau helfen gleichartiger Initiativen unterstützend tätig werden kann.

Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass es viele Sportpferde gibt, die etliche Jahre auf Turnieren erfolgreich gelaufen sind und dann irgendwann aus dem Sport genommen werden, weil sie den harten Anforderungen eines Hochleistungssports nicht mehr gewachsen sind. Diese Pferde verfügen über hervorragende Talente, haben eine intensive Ausbildung erhalten, aber nun keine Aufgabe mehr: sie sind sozusagen Turnierrentner. Jetzt könnte ihre „zweite Karriere“ als Tiertherapeut ansetzen. Ihr durch Ausbildung und Sportpraxis hochentwickelter Sinn für Kooperation ist die ideale Basis für eine vertrauensvolle Teamarbeit mit kranken Kindern und Erwachsenen. Und sie wären dankbar für eine neue Aufgabe. Wer das Projekt mit eigenen Augen kennenlernen will, ist auf dem Hof von Ines Werner ein willkommener Gast. Geplant ist ein Tag der offenen Tür, der mit viel Vorbereitung eine besonders gute Gelegenheit bietet:

 

Tag der offenen Tür

am 30. April 2016 ab 14 Uhr

in Karlsruhe Grötzingen

    Am Wasserfall 1


Stacy Westfall:

Stacy Westfall:“Als ich letzten Monat in Deutschland war hatte ich die Gelegenheit, Roxy’s Sohn Roxter zu besuchen und zu reiten. Ich war sehr glücklich über diese Gelegenheit, wurde jedoch von meinen Emotionen überrumpelt.

Wie vielen von Euch bekannt ist, hatte Roxy vor ihrem Tod vier Fohlen durch Embryotransfer; Chloe, Roxter, Mia und Jac. Der Züchter Greg Gessner entschied sich, die Stuten zu behalten und die Hengstfohlen zu verkaufen.

Manchmal fällt es Menschen schwer, Pferde zu verkaufen, da geht es mir nicht anders. Ich denke, es ist natürlich zu denken, daß es das Pferd es bei einem selbst am besten haben würde. Manchmal ist das bestimmt wahr, aber in vielen Fällen können andere Menschen dem Pferd genausoviel oder sogar noch mehr bieten. Ich denke, daß Roxter’s Geschichte ein gutes Beispiel dafür ist.

Roxter wurde beim NRHA Futurity Sale verkauft, und ein Trainer,, der sein Potential sah, kaufte ihn. Der Trainer war aus Deutschland und holte Roxter dorthin. Dort wurde er an Annette Geisendorf verkauft, welche Roxter’s Facebook Fanpage startete und ihn zu Grischa Ludwig ins Training schickte. Grischa war mit Roxter sehr erfolgreich auf Turnieren, und Annette stellte auch Bilder aus seinem Alltag Zuhause auf die Seite. Roxter deckte sogar ein paar Stuten, und man konnte sehen, dass er ein gutes Leben hatte…aber das war noch nicht das Ende der Geschichte.

Eine weitere Person sah noch mehr Potential in Roxter, Ines Werner. Ines betreibt einen gemeinnützigen Verein namens “Momo & Amy”, eine Einrichtung für therapeutisches Reiten, die bedürftigen Kindern und Jugendlichen Zugang zur Reittherapie ermöglicht. Roxter ist in vielerlei Hinsicht eingebunden, einerseits verbringt er Zeit mit den Kindern andererseits wirbt er für diese Sache da ALLE seine Gewinngelder direkt in dieses gemeinnützige Projekt fließen. Sein Leben besteht nicht nur aus Training sondern ist eine gelungene Balance zwischen Training, Zeit Zuhause, Wohltätigkeitsveranstaltungen, Geländeritten und Turnieren. Es macht mich sehr glücklich, daß makes me happy to think that Roxy’s Fohlen die Welt auch außerhalb der Showarena beeinflussen.

Ich bin sicher, daß ich Roxter genauso gerne trainiert hätte wie Jac. Als ich ihn in Deutschland wieder traf (ich hatte ihn zuletzt als Jährling gesehen), konnte ich sehen wie ähnlich er seiner Mutter sah. Als Ines mich fragte, ob ich ihn reiten möchte, war ich zunächst etwas zögerlich. Es reichte mir, ihn in seinem Stall zu besuchen…das dachte ich zumindest. Als ich dann aber bei ihm in der Box war änderte ich meine Meinung und fragte, ob das Angebot noch bestünde. Ich würde ihn doch gerne reiten. Ich wollte wissen, ob er sich auch so anfühlte wie seine Mutter.

Vor dem Aufsteigen machte ich ein kurzes Video, welches ich nach dem Reiten fortsetzen wollte. Aber dieser zweite Teil wurde nie gefilmt... Während ich bei Roxter im Stall war war ich nicht sehr emotional. Er erinnerte mich an seinen Halbbruder Jac…aber als ich dann auf ihm saß war es total anders

Es ist immer komisch ein Pferd zu reiten, das ich nicht selber trainiert habe, weil sie mir nicht vertraut sind. Aus diesem Grund hatte ich auch zunächst abgelehnt, Roxter zu reiten. Ich wußte er würde sich fremd anfühlen…aber ich habe mich geirrt.

Bevor ich weiter erzähle muß ich gestehen, daß mein Lieblingsmanöver beim Reining die schnellen Zirkel sind. Die moisten Leute denken, daß es die Spins oder die Sliding Stops sind, aber im schnellen Galopp fühle ich mich frei. Wenn ich Roxy ohne Sattel und Trense geritten bin, fühlte ich mich als Teil von ihr, daß ich Teil ihrer Freiheit war. So wie Alex Ramsey wie in dem Film “Der Schwarze Hengst” am Strand entlang galoppiert.

Sobald ich mit Roxter losgaloppierte, fing ich an zu weinen. Er fühlte sich so sehr an wie Roxy. Je schneller wir wurden desto mehr fühlte er sich so an wie sie. Es war fantastisch und bitter-süß zugleich. Roxter und Stacy im Galopp.

Es hat mich auch umgehauen, weil ich alle drei der anderen Roxy Fohlen geritten hatte, aber Roxter fühlte sich im Galopp am meisten wie Roxy an. Alle ihre Fohlen haben ein Stück von ihr, daß ich fühlen kann, aber jedes ein anderes.

Glücklicherweise hielt Ines mich nicht für verrückt (oder sie hat es gut verheimlicht ) und wir hatten eine schöne gemeinsame Zeit. Jedoch habe ich nie das Video zuende gedreht, da ich wußte, daß ich einen Kloß im Hals bekommen und wieder zu weinen anfangen würde.

Es war eine tolle Reise und ich bin sehr froh, daß ich dies erleben konnte. Ein paar Leute haben sich sehr ins Zeug gelegt, um dies zu ermöglichen: Annette, die mir sagte, daß wir in der Nähe von Roxter sein würden; Katrin, die uns dorthin fuhr; Sylvia, die uns die Führung gab; und Grischa , der uns Roxter‘s Spins und Sliding Stops zeigte…und besonders natürlich Ines, die Roxter zu Grischa fuhr, nur damit ich ihn treffen konnte. Sie hat mir versichert, daß ich jederzeit wiederkommen und ihn reiten darf. Falls ich die passende Stute finde, muß ich vielleicht sogar einen Schritt weitergehen und ein Fohlen von ihm ziehen!

Falls Ihr mehr über Roxter erfahren möchtet, besucht seine Facebook Seite und die Seite von “Momo & Amy”.“

Quelle: http://westfallhorsemanship.com/2015/09/10/visiting-and-riding-roxys-foal-roxter/ (ins Deutsche übertragen von Elinor Switzer, November 2015)



Grischa Ludwig & Gwhiz Im Smart waren im letzten Jahr sehr erfolgreich, unter anderem gewannen sie das NRHA Breeders Derby Open 2014 und die Open Trophy beim CS Classic 2014.
Von nun an soll das gesamte Preisgeld, welches die beiden gemeinsam gewinnen, einem guten Zweck zugute kommen.

Reittherapie für pastisch gelähmte oder krebskranke Kinder ist sehr teuer, nicht jeder kann sich das leisten. Die Reittherapeutin Ines Werner von “Momo & Amy” (gemeinnützigen Verein für tiergestützte Therapie) hat mit Grischa Ludwig ein gemeinsames Projekt gestartet:

Alles, was durch Marketing und sportliche Erfolge von Gwhiz Im Smart an Geldern hereinkommt, fließt nun in den Verein. Das Geld kommt den Kindern zugute, die etwa in Hospiz-Kinderheimen leben, krebskrank sind, bei denen aber das Geld fehlt für eine Reittherapie. Dafür verzichten der Besitzer des Pferdes und Ludwig als Reiter jeweils auf die Hälfte des Preisgeldes, die ihnen zustehen würde. Gwhiz Im Smart ist für diesen karitativen Zweck von einem Sponsor zur Verfügung gestellt worden.

Der sechsjährige Hengst “Roxter” wird für das Projekt auf Lebenszeit im Einsatz sein. Er soll aber nicht unter Druck gesetzt oder ausgenutzt werden – “Wir wollen erreichen, dass dieses Projekt Werbung und Schule macht, dass Spenden fließen und sich Nachahmer finden”, sagt Ludwig.

(Quelle: Momo & Amy)
(Foto: Andrea Bonaga)


 

Bitz. Der eine ist spastisch gelähmt, der andere ist krebskrank: Die beiden Jungen im Alter von fünf und acht Jahren sind in der Reittherapie bei Ines Werner. Das kostet: Fahren, Therapeutin, Pferd. Nicht jeder kann sich das leisten. Damit sehr viele Kinder in den Genuss eines solchen Angebots kommen, hat die 36-Jährige jetzt zusammen mit Grischa Ludwig von Ludwig Quarter Horses – mit Sitz auf dem Schwantelhof in Bitz – ein gemeinsames Projekt gestartet: Das Preisgeld, das der 41-Jährige bei Turnieren mit dem sechsjährigen Hengst "Gwhiz Im Smart", der auf den Namen "Roxter" hört, erreitet, kommt den Kindern zugute, die etwa in Hospiz-Kinderheimen leben, krebskrank sind, bei denen aber das Geld fehlt für eine Reittherapie.

"Roxter", ein "sehr gutes" American Quarter Horse, ist für diesen karitativen Zweck von einem Sponsor zur Verfügung gestellt. Grischa Ludwig reitet den Hengst und präsentiert ihn bei Turnieren. Das Pferd darf für das Projekt auf Lebenszeit im Einsatz sein. Derweil hat die Reittherapeutin einen gemeinnützigen Verein gegründet, unter dessen Ägide das Pferd an den Start geht, – mit dem Namen "Momo & Amy" für eine tiergestützte Therapie.

Alles, was durch Marketing und sportliche Erfolge an Geldern hereinkommt, fließt in den Verein: Dafür verzichten der Besitzer des Pferdes und Ludwig als Reiter jeweils auf die Hälfte des Preisgeldes, die ihnen zustehen würde. Es ist ein gemeinsames Projekt des Vereins und von LQH Ludwig Quarter Horses. Die ersten 500 Euro hat "Roxter" bereits gewonnen – bei einem Turnier vor zwei Wochen, als er einen fünften Platz belegte.

Derzeit befindet sich der Hengst nach einer ausgedehnten Winterpause im Aufbau. Im vergangenen Jahr holte er Gewinne im fünfstelligen Euro-Bereich. So ist sich Ludwig sicher, dass der Hengst in der Lage ist, die "ganz großen Wettbewerbe" zu gewinnen, etwa das Derby, bei dem es auf einen Schlag 10 000 Dollar gibt.

Dabei ist die Marschroute, das Pferd nicht unter Druck zu setzen und auszunutzen: "Wir wollen erreichen, dass dieses Projekt Werbung und Schule macht, dass Spenden fließen und sich Nachahmer finden", sagt Ludwig. In diesem Jahr wird "Roxter" dafür fünf bis sechs Mal im Einsatz sein – beim Reining, einer Disziplin im Westernreiten, die ausschließlich im Galopp geritten wird und von Pferd und Reiter eine vorgeschriebene Aufgabe verlangt, so eine Art Dressur, sprich eine Abfolge von mehreren Manövern.

Wenn der Hengst dabei erfolgreich sein wird, freut es die Kinder, denn so eine Reittherapie ist nicht billig, bedarf eines hohen personellen Aufwands, eines speziellen Sattels, eines Reitplatzes im Winter. Ines Werner betreibt ihre Therapie in Karlsruhe und hat dort einen eigenen Stall. Der Kontakt zu LQH kam zustande, als sie auf dem Schwantelhof ein Pferd kaufte und dort ein Praktikum machte.

Bei ihrem Angebot geht es darum, die Seele zu therapieren: "Die wird immer vergessen", sagt die 36-Jährige. Die Reittherapie wirke sich auf den Gesundheitszustand aus.

So sind die beiden Jungen einen halben Nachmittag bei Ines Werner. Momentan betreut sie 25 Kinder: "Da ist mehr Personal notwendig, die Preisgelder sollen helfen, das zu finanzieren und das Angebot auf solide Füße zu stellen", erläutert Werner, die sechs Therapiepferde besitzt.

Das Interesse von Ludwig an dem Projekt hat auch einen familiären Hintergrund: Sein Vater offerierte ebenfalls therapeutisches Reiten für behinderte Menschen. So hofft er, dass das Projekt funktioniert, wächst und gedeiht und "Roxter" möglichst erfolgreich ist, am besten schon an diesem Wochenende bei einem Turnier am Genfer See.

Der Hengst soll zudem auch in der Therapie mitlaufen: "Für die Kinder ist es ein tolles Gefühl, auf einem Pferd reiten zu dürfen, das ganz vorne auf der Weltrangliste ist", sagt Ines Werner. Im vergangenen Jahr war der Hengst auf Platz drei, gewann fast immer – das Derby war der größte Erfolg – und war damit eines der erfolgreichsten Quarter Horses der Welt.


 

Kann Reiten Kindern helfen? Momo, Felix, Kira, Amy, aber auch Keks, Mia und Blümchen sind die Hauptakteure auf dem Reit- und Therapiehof von Ines Werner. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um Jungs und Mädchen, sondern um Australian Shepherds, um einen Wallach, eine Stute und ein Pony, sowie ein Kamerun-Schaf und eine Ziege. Bis zu 20 Kinder tummeln sich an 5 Tagen pro Woche auf dem Hof und genießen die Aufmerksamkeit und Zuwendung dieser wunderbaren Tiere, die ihnen das Gefühl der Freundschaft und Geborgenheit geben. Dies ist auch der Auftrag, den sich Ines Werner mit ihrer Therapie gegeben hat. Die Kinder, bei denen die unterschiedlichsten Krankheits-Symptome diagnostiziert wurden, sollen den Umgang mit den kräftigen und doch so sanften Tieren lernen. Neben Autisten und Kindern mit ADHS, sind auch Kinder aus Pflegeheimen und mit körperlichen Defiziten in der Therapie bei Ines Werner. Sie dürfen die Pferde putzen und mit ihnen schmusen und entwickeln somit die Fähigkeit, Bindungen einzugehen. Eine Art Beziehungsarbeit, die auch Instinkte bei den Kindern wecken soll. Die Therapie findet bei Wind und Wetter im Freien statt, was den Kindern auch den Umgang mit der Natur näher bringt. „Die Kinder erlangen ein großes Maß an Verantwortung, da die Tiere bei jedem Wetter einen sauberen Stall benötigen und täglich ausgemistet werden müssen“, so Ines Werner. Die Stallarbeit gehört beim Reiten immer dazu. Bevor die Kinder auf das Pferd sitzen, misten sie verantwortungsvoll und motiviert im Stall aus. Die Kinder wissen hier, dass die Tiere sie brauchen und dieser Verantwortung werden sie gerecht. Auch das Reiten lernen die Kinder bei Ines, was neben dem Spaß auch die Körperbeherrschung und Koordination der Kinder fördert. Sicherheit wird hierbei selbstverständlich groß geschrieben, die jungen Reiter sind dabei unter ständiger Betreuung durch die Therapeutin. All dies soll nun in einem neuen Projekt wachsen und ausgebaut werden. Ziel ist es, Sponsoren zu finden, um bedürftigen Kindern diese relativ teuren, aber auch sehr wirksamen therapeutischen Maßnahmen zu ermöglichen. Hauptsächlich Kinder aus Kinderheimen und Hospizen sollen hier die Chance auf eine Therapie bekommen, aber auch krebskranken Jungs und Mädchen soll geholfen werden. Wie so häufig, ist das alles mit hohen Kosten verbunden und muss finanziert werden. Ein ganzjährig, auch bei Frost benutzbarer Reitplatz muss zwingend her und aufgrund des hohen Sicherheitsanspruches sind noch zusätzliche Betreuer beim Reitunterricht notwendig. Im Rahmen des Projektes sollen zudem  Pferde so ausgebildet werden, dass sie sowohl die nötige Ruhe und Gelassenheit haben, um kranken Kindern in der Therapie zu helfen, aber auch körperlich so leistungsfähig und gesund sind, dass sie sportliche Erfolge auf Turnieren erringen können. Die Begeisterung spiegelt sich in den Augen von Ines Werner wieder, wenn sie davon spricht: „ wir wollen zeigen, dass das durchaus möglich ist, die Pferde dazu zu befähigen und gleichzeitig den Kindern zu helfen. Kinder lieben Tiere, weil sie immer ehrlich und fair sind.  Unser Ziel ist es, auf die Kinder einzugehen und ihnen über den Spaß am Reiten Glück und Freiheit zu vermitteln. Wir wollen, dass bei uns Kinder einfach nur Kinder sein dürfen. Ebenso wollen  wir talentierte Kinder aus der Therapie fördern, damit sie die Pferde im Wettkampf reiten können. Gefördert wird das Projekt bereits durch namhafte Akteure aus dem Western-Reitsport, u. a. Grischa Ludwig (LQH), einer der besten Reining-Reiter weltweit und seinem Ausrüster „Lope-In“, die für das Projekt bereits spezielle Kinder-Shirts bereitgestellt haben. Fragen? Dann wenden Sie sich bitte direkt an Ines Werner

E-Mail:  ines@momo-amy.com